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Die Rote Bank als Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Dass die Rote Bank im Aschaffenburger Park Schöntal ausgerechnet am 25. November offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde, ist kein Zufall: Es ist alljährlich das Datum, zu dem die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ ausgerufen haben. Von städtischen Mitarbeitern mit roter Farbe frisch gestrichen, soll die Bank am Schöntal-Eingang nahe dem Herstallturm nun auf Dauer und deutlich sichtbar das Anliegen der Gewaltfreiheit ins Bewusstsein rufen.

Vertreterinnen der Arbeiterwohlfahrt, darunter die Kreisvorsitzende Claudia Bensing, Frauenhaus-Leiterin Tanja Draudt und Geschäftsführerin Susanne Götz, durften bei der Eröffnungsfeier mit Oberbürgermeister Jürgen Herzing natürlich nicht fehlen: Bekanntlich setzt sich die AWO in Aschaffenburg mit dem Frauenhaus, der Online-Beratung und der Interventionsstelle „Pro Aktive Beratung am Untermain“ professionell für den Schutz von Frauen ein. Der Kreisverband zieht damit an einem Strang mit dem Verein Sefra und der städtischen Gleichstellungsstelle, auf deren gemeinsame Initiative die Rote Bank im Schöntal zurückgeht, wie auch mit dem Zonta-Club.

Teilnehmer*Innen der Eröffnung setzten sichtbare Zeichen, die auf zahlreichen Fotos verewigt sind: Die Veranstalterinnen hatten angeregt, kleine Transparente für selbst formulierte Botschaften zu nutzen und sie auf der Bank in die Kamera zu halten. „Frauenrechte sind Grundrechte“ war dort etwa zu lesen, „Starke Männer achten Frauen“ oder das türkische „Siddet hayir“ („keine Gewalt“). Die Rote Bank ist ein Projekt aus Italien, wo die Bänke seit 2016 in vielen Städten an zentralen Plätzen als Symbol gegen Gewalt an Frauen aufgestellt wurden – in Rot, der Farbe des Blutes. Statistisch wird in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau von ihrem aktuellen oder einem früheren Partner getötet.

Die Rote Bank
Die Arbeiterwohlfahrt auf der Roten Bank im Aschaffenburger Schöntal: stehend von links Claudia Bensing, Diana Schmidt und Susanne Götz, vorn Tanja Draudt, Martina Fehlner und Nicole Duroy

Herzlich willkommen bei der AWO Kreisverband Aschaffenburg e.V.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist unter den Wohlfahrtsverbänden der freien Wohlfahrtspflege auf Grund ihrer Geschichte und ihres gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses ein Wohlfahrtsverband besonderer Prägung. In ihr haben sich Frauen und Männer als Mitglieder sowie als ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme mitzuwirken, den demokratischen Rechtsstaat zu verwirklichen und für eine sozial gerechte Gesellschaft einzutreten.

Vor über 100 Jahren, 1919 , wurde die AWO von der SPD-Reichstagsabgeordneten Maria Juchacz als Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt innerhalb der Sozialdemokratischen Partei gegründet.

Als Bestandteil der Arbeiterbewegung wurde sie 1933 von den Nazis verboten, ihre Funktionäre verfolgt und verhaftet.

Nach dem Krieg erfolgte die Wiedergründung als selbstständiger Verband.

Die AWO ist heute einer von 6 Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege und bundesweit auf allen Gebieten der sozialen Arbeit und des Gesundheitswesens tätig. Sie ist parteipolitisch neutral, konfessionell ungebunden, demokratisch aufgebaut und ausschließlich gemeinnützig tätig.

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